Im September 1975 wurde in der Oerather Mühle unsere Garde, die Prinzengarde Erkelenz, gegründet. Die Initiatoren hießen Heinz Forg, Martin Gotzen, Heinrich Müller-Platz und Günther Wachsmuth. Schnell waren auch die ersten Gardisten gefunden, die der Garde Leben einhauchten und ein Gesicht gaben.

G.WachsmuthIm Jahre 1980/81 zählte die Prinzengarde bereits stolze 70 Mitglieder, alles aktive Gardisten in blau-weißer Uniform. Allerdings waren es damals "nur" Männer, lediglich eine Frau war in diesen Reihen zu finden: die Tanzmarie der Prinzengarde, rein nach Vorbild  der Kölner Traditionsgarden. Aber man beschloss, sich vom Kölner Vorbild zu unterscheiden. Dies war die Geburtsstunde der Tanzgarde, einer internen Untergruppierung der Prinzengarde. Schnell wurde diese Tanzgarde zu unserem Aushängeschild. Jetzt konnte und wollte man Auftritte wahrnehmen. Anfangs beschränkte man sich auf Auftritte  in den umliegenden Erkelenzer Ortschaften und glänzte   dort immer mit einem Tanzpaar und einer reinen Männer-Tanzgarde, jeweils begleitet vom, ebenfalls  in Gardeuniform aufspielenden, Trommlerkorps unter der Leitung von Hans Metzen.

Im Jahre 1982 wurde die Gruppe der Marketenderinnen aus der Taufe gehoben. Diese schlossen sich der Prinzengarde an und sind nun seit ihrer Gründung ein fester Bestandteil unserer Garde. Unsere Marketenderinnen haben schon mit uns getanzt, sie unterstützen uns beim Biwak, bei der Proklamation sowie beim Prinzenfrühstück. Sie verpflegen die Garde an langen Tagen im Bus und haben immer ein offenes Ohr für uns. Kurzum: sie sind eigentlich die Damen für alle Fälle!

Einige Jahre später wurde die Garde verstärkt durch ein Kindertanzpaar. Das erste Tanzpaar im Jahr 1992 waren Janina Jahn & Pascal Wassenberg. Weitere Tanzmariechen und auch Offiziere folgten diesem Beispiel. 

In den Anfangsjahren der Tanzgarde tanzte man am Liebsten das "Stippeföttche". 

Bestimmt hat jeder das legendäre Bild vom zwei Meter großen Gardisten und einem kleinen Gardisten auf einem Höckerchen vor Augen... :o) Das Stippeföttchen durfteGardist auf keiner Bühne fehlen. Später tanzte man dann auch mal gerne mit dem Degen und kämpfte spielerisch auf der Bühne. Und dann kam irgendwann der legendäre Schottentanz... Bei diesem Stichwort gibt es kein Halten mehr an den Theken. Da werden sofort die Anekdoten von Hacky erzählt, der zunächst als normaler Gardist mittanzt, unauffällig verschwindet, sich auf der Bühne hinter den Marketenderinnen umzieht, um dann im Schottenrock und mit Schottenmütze weiter zum Schottentanz über die Bühne zu fetzen. Oder vom Tanzmariechen, das während des Auftritts den Rock verliert und wie selbstverständlich in der Spitzenhose weitertanzt. Solche Anekdoten gäbe es noch viele zu berichten, das würde allerdings den hiesigen Rahmen sprengen.

Im Jahre 1994 beschloss man kurzfristig, zusammen mit dem Funkenballett der Erkelenzer KG, in der Tanzschule Fauth (Viersen) einen Tanz einzustudieren. Es stellte sich als durchaus gut heraus, als gemischte Garde aufzutreten. Also beschloss der Vorstand - noch während der Session - eine eigene Damenuniform zu kreieren und Tänzerinnen in die Prinzengarde aufzunehmen. Der Grundstein für die bis heute aktuelle Tanzform war gelegt. In den darauf folgenden Jahren tanzte man zu internationalen Klängen, wobei sich die verschiedenen Elemente wie Garde, Marketenderinnen und Tanzpaar auf der Bühne abwechselten. Seit der Session 2000 / 2001 hat man sich der kölschen Musik verschrieben, wobei auch hier wieder die verschiedenen Tanzelemente zur Anwendung kamen. Viele schöne Gardetänze folgten, zur Freude vieler Leute. Aber die Anstrengung, bei zwei- drei Trainingseinheiten pro Woche, muss sich ja auch lohnen. Und das Brot des Künstlers ist und bleibt nun einmal der Beifall des Publikums!

Neben den Auftritten im Erkelenzer Umland führte uns unsere Reise oft in den Kreis Viersen, in die Landeshauptstadt Düsseldorf, ins nahe gelegene Ausland (zum Beispiel nach Roermond), sowie ins Ruhrgebiet. Wobei wir unseren Ursprung, die Stadt Erkelenz und ihre Ortschaften, nie aus den Augen verloren haben. Dies soll und wird auch in Zukunft so bleiben.

Auftritt

Im Jahre 1996 ergab sich für die Prinzengarde die Chance, ein Jugendtanzpaar aufzunehmen, welches auch Turniere tanzt. Damals suchten Tanja Schultze und Kevin Esser einen neuen Verein und fanden ihn bei der Prinzengarde. Dieser Turniertanz war für die Prinzengarde etwas Neues und Unbekanntes, und die Skepsis war groß. Aber spätestens nach dem ersten Auftritt für die Garde war diese Skepsis völlig verflogen, und das zu Recht. Tanja und Kevin brachten von Meisterschaften diverse Pokale mit nach Erkelenz, Tanja auch als Solomariechen. Als sich die Wege von Tanja und Kevin trennten und sie die Prinzengarde verließen, gab es schnell Ersatz. Damals fragte eine sehr junge Annika Offermanns an, ob man ihr eine Chance als Solomariechen geben würde. Dies taten wir gerne, und viele Jahre war Annika eines unserer Aushängeschilder. Doch auch die Nachwuchsförderung lag uns am Herzen, so dass wir mit Julia Moll bereits eine Nachfolgerin in den Startlöchern stehen hatten. In dieser Session (2013/2014) haben wir uns tänzerisch weiter verstärkt und sind froh, mit Hannah Ryssen als Juniormariechen und Julia Plötz als Seniormariechen, gleich zwei exzellente Tänzerinnen auf der Bühne präsentieren zu können. Weiterhin sind wir stolz, dem Publikum mit Larissa Lara Gärtner und Patrick Weigt als Tanzpaar einen tänzerischen Augenschmaus präsentieren zu können.

Seit dem Jahr 1997 gibt es in unseren Reihen eine weitere Damenriege: die Regimentstöchter der Prinzengarde. Am Anfang war diese Untergruppierung für ehemalige Tänzerinnen und Ehefrauen gedacht. Aber wie das meistens halt so ist, wurde auch hier mehr daraus. Und das war und ist auch gut so. Von Anbeginn ihrer Tage in der Garde verstärken und bereichern sie nun unser Bühnenbild. In dieser Session tanzen sie sogar erstmalig einen Part im Gardetanz mit und zeigen dabei reichlich Bein und Strumpfband :o)

Ab dem Jahr 2006 wurde das Tanzangebot verstärkt durch eine Nachwuchs-Garde: die Prinzengarde-Flöhe. Hier tanzten Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren, wobei die Mitgliederzahl von 18 Kindern schnell erreicht wurde. Im Jahre 2012 wurde das Kinderballett unserer Muttergesellschaft, der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft 1832 e.V., übernommen, und man entschloss sich, fortan den doch etwas reifer klingenden Namen Kinderballett zu verwenden. Hier liegt mit Sicherheit ein großes Stück Zukunft unserer Prinzengarde.

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, hat sich unsere Garde gewandelt. Ich will es mal so sagen: Von einer reinen Männergarde mit einem Tanzpaar ging es zur Männergarde mit Tanzpaar, Kinderpärchen und Marketenderinnen hin zur gemischten Garde mit Marketenderinnen, Solomariechen im Jugend und Seniorenbereich, dem Tanzpaar und den Regimentstöchtern sowie dem Kinderballett. Ich glaube sagen zu dürfen, dass jetzt alle Abteilungen der PGE gut besetzt sind und wir auf einem sicheren Weg sind, noch viele weitere Jahre Karneval in und um Erkelenz herum zu feiern. Aber jede Zeit war mit großer Wahrscheinlichkeit eine gute Zeit für die jeweiligen Aktiven. Und das bis zum heutigen Tag.

Tja, aber das alleine macht den Gardekarneval nicht aus. Sondern auch unsere Stammtische an jedem letzten Samstag im Monat seien erwähnt. Und das sogar im gardeeigenen Häuschen im Schatten der Burg Erkelenz. Dieses Häuschen ist der Prinzengarde vom leider verstorbenen Ehrenkommandanten Günther Wachsmuth im Jahre 1982 gestiftet worden.

Neben den Stammtischen finden dort auch die Treffen des Vorstands statt, sowie weitere Versammlungen. Ebenfalls dient es als kleines Museum rund um den Karneval.Rosenmontag Hier kann eine Zeitreise durch die Geschichte der Prinzengarde gemacht werden. Zum Beispiel kann man dort viele alte Bilder betrachten, Urkunden und auch Pokale bestaunen oder auch einfach nur in Erinnerungen an alte Tage schwelgen. Aber dieses Haus hat ja auch karnevalistische Wurzeln. In unserem Vereinsheim wurde Hermann Josef Beeck , genannt Dr. Fopp, geboren, der Erfinder des Erkelenzer Schlachtrufes „Maak Mött".

Auch unsere Prinzengarde-Rallye, der Jahresausflug in verschiedene Parks oder einfach nur die entstandenen Freundschaften aus dem Gardegeschehen heraus seien an dieser Stelle erwähnt. Vieles an Bekanntschaften und auch Freundschaften wurde und wird durch das Vereinsleben gestärkt und nicht zuletzt am Leben gehalten. All dieses macht einen Verein stark und hält ihn am Laufen. Damit es Jahr für Jahr wieder heißt: wir feiern Karneval in Erkelenz in der Prinzengarde.

Auf diesem Weg möchte sich die Prinzengarde bei allen für die bisherige Unterstützung bedanken. Besonderer Dank gilt natürlich den eben genannten Gründern, ohne deren Einsatz es uns heute wahrscheinlich nicht geben würde, und somit auch keine Garde des Prinzen in Erkelenz.

 

Dank sagen möchte der jetzige Vorstand auch allen Vorgängern:

Franz-Dieter Reinhard † (Antek) (ehem. Schatzmeister)

Siegfried Schmitz (ehem. Kommandant)

Ricardo Lucas (ehem. Schatzmeister)

Arno Lennartz (ehem. Kommandant)

Udo Richert (ehem. Feldpostmeister)

Bernd Hohagen (ehem. Kommandant)

Norbert Schrot (ehem. Kastellan)

Hartmut Eichler (ehem. Feldpostmeister)

Franz Thomas (ehem. Obrist)

Peter Schaffrath (ehem. 1. Schatzmeister)

Herbert Keller (ehem. Feldpostmeister)

Georg Hohagen (ehem. Tanzkorpsführer)

Udo Esser (ehem. Kastellan)

Bernd Becker (ehem. 2. Schatzmeister)

Eckhard Junghänel (ehem. Feldpostmeister)

Meinhard Schwark (ehem. Kommandant)

Michael Bonsels (ehem. Kommandant)

Michael Wage (ehem. Kommandant)

Jürgen Bonsels (ehem. Feldpostmeister)

Peter Schulte (ehem. Kassierer)

Torsten Hülser-Schrimpf (ehem. Kastellan)

Thomas Becker (ehem. Tanzkorpsführer)

Uwe Merkel (ehem. Tanzkorpsführer)

Heinz Schaffrath (ehem. Kastellan)

Claudia Gebler † (ehem. Schatzmeisterin)

Detlef Gebler (ehem. stellv. Kommandant)

Jörg Wachsmuth (ehem. Kastellan)

Arno Franzen (ehem. stellv. Kommandant)

Michael Schnitzler (ehem. Tanzkorpsführer)

Hans Mundria (ehem. Kastellan)

Günther Wachsmuth † (ehem. Ehrenkommandant)

André Schaffrath † (ehem. Feldpostmeister)

Markus Brockers (ehem. stellv. Kommandant)

Mario Hülser (ehem. Tanzkorpsführer)

Thomas Brkanac (ehem. stellv. Kommandant)

Patrick Weigt (ehem. Tanzkorpsführer)

Andrea Theissen (ehem. Feldpostmeisterin)

Annika Schmitz (ehem. Tanzkorpsführerin)
Monika Dreher (ehem. Feldpostmeisterin)

 

Wir dürfen uns für eure Aufmerksamkeit bedanken und freuen uns jetzt auf eine schöne Session mit euch. Wir wollen lachen, schunkeln und auch tanzen, uns jet Freud mache in Erkelenz und Umgebung und die Bude so richtig krachen lassen! Und wenn am End ihr all Maak Mött ruft dann wor et bestimmt ne schöne Session!

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